Fragen zur Demokratie
Fuzzy Voting erlaubt es, differenziert abzustimmen – nicht nur Ja oder Nein. Denn: viele Entscheidungen sind nicht eindeutig. Warum sollte es unsere politische Stimme sein?
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«Mega gut!!! Das motiviert auch bei weiteren politischen Entscheidungen dranzubleiben.»
«Eigentlich toll und richtig, differenzierter Stellung beziehen zu können – aber kommen wir noch zu konkreten Entscheidungen?»
«Themenbezogene Abstimmungen mit Zustimmungsbarometer erlauben differenzierte Entscheidungen – statt ein Kreuz für Parteien, denen man nicht in allen Punkten zustimmt.»
«Oft entsteht das Gefühl, das „weniger schlimme Übel“ zu wählen. Fuzzy Voting könnte zeigen, ob ein Ergebnis wirklich gewollt ist – oder einfach nur am wenigsten abgelehnt. Das kann die Wahlbeteiligung erhöhen, weil auch differenzierte Haltungen sichtbar werden. Ein Risiko liegt in der möglichen Überforderung – und darin, dass moderate Stimmen weniger Gewicht erhalten.»
«Fuzzy Voting ist ein bisschen wie die ständigen Gegenvorschläge. Man möchte zwar mitentscheiden, aber ohne sich entscheiden zu müssen.»
«So wie vieles auf der Welt sind auch Meinungen nicht binär, sondern beweglich und auf einem Spektrum. Aber hilft das wirklich bei einer Abstimmung oder überfordert diese Komplexität auch manche?»
Statt nur jemanden zu wählen, kannst du beim Ranked Choice Voting mehrere Kandidierende in eine Reihenfolge setzen. So zählt nicht nur dein:e Favorit:in, sondern auch deine zweit- oder drittliebste Wahl.
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«We have Ranked Choice Voting in New York. It has helped many non-traditional candidates. Thanks to RCV, we have many more women, people of color, immigrants, and LGBTQ+ elected officials.»
«Was man hat, will man nicht. Was man nicht haben kann, will man. Das liebste ist doch immer das, was am entferntesten scheint. Und das wertvollste ist, was man meistens nicht wertschätzt.»
«Kombiniert mit der 5%-Hürde würde das bessere Wahlmöglichkeiten bieten. Man müsste nicht fürchten, Stimmen an Splitterparteien zu verlieren und Wählen würde weniger taktisch dadurch.»
«Die Idee gefällt mir! Denn so käme ein differenziertes Meinungsbild der Wähler:innen zum Tragen. Meine Wahl würde sich so weniger auf ein Individuum beziehen, sondern gäbe mir die Möglichkeit, meine Präferenzen breiter gefächert abzubilden.»
«Eine interessante Option, gerade wenn es einem schwerfällt, sich nur für eine Person zu entscheiden. Ausserdem hat man nach der Wahl einen besseren Überblick über Tendenzen, die sonst verborgen bleiben würden.»
«Sehr gut, um ein differenzierteres Abstimmungsergebnis zu erhalten.»
Bei Citizen Councils nehmen ausgeloste Bürger:innen dauerhaft Platz im politischen Prozess – als zweite Stimme neben dem Parlament. Und du? Gehst du ran, wenn die Demokratie dich ruft?
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«Macht kann man missbrauchen, das Mitmachen nicht.»
«Ich hatte mal versucht, mich politisch einzubringen, aber der Zeitaufwand war grösser als der Nutzen. Am frustrierendsten war die fehlende Bereitschaft auf Argumente einzugehen und Kompromisse zu suchen. Die Politik entwickelt sich zu einen gegenseitig auf die Füsse treten.»
«Als Gemeinwesenarbeiterin war es mir stets ein Anliegen, mit den Leuten zu arbeiten, nicht für sie. So muss auch in der Politik ein Gremium von Bürger:innen und Migrant:innen mitberaten und mitbestimmen.»
«Zufallsauswahl kann Beteiligungshürden senken, da sie nicht vom sozialen Kapital abhängt. Bei kleiner Teilnehmerzahl stellt sich aber die Frage, wie repräsentativ das Gremium ist und wie viel Einfluss es haben darf. Mehrjährige Mandate wirken überfordernd, besonders wenn Ausgeloste ablehnen. Bleiben am Ende nur die mit starken Meinungen übrig?»
«Was, wenn der Grossteil der Bevölkerung auf Populismus anfällig ist? Wäre da nicht die Demokratie problematisch?»
«Was ist, wenn durch die Auslosung zufällig eine Bubble entsteht, die nicht repräsentativ für die politische Meinung eines Ortes steht? Entsteht dann nicht eher eine ‘Zufalls-Demokratie’? Und wenn ja, wäre das gut?»
«Ein Council mit ausgelosten Bürger:innen würde bestimmt diverse Backgrounds und damit neue Perspektiven mit sich bringen. Allerdings bräuchte es Anreize, dass die Personen auch wirklich teilnehmen. Wenn dies auf freiwilliger/ehrenamtlicher Basis passieren soll, sind vermutlich vor allem privilegierte Menschen dabei, die sich die Zeit nehmen können und bereits Berührungspunkte mit Politik haben.»
«Es wäre ein wichtiges Signal, dass echte Mitbestimmung erwünscht ist.»
«Eine verpflichtende Teilnahme würde helfen, den gesellschaftlichen Durchschnitt besser abzubilden.»
Panel Citoyen macht Politik verständlich: Bürger:innen formulieren ein Pro-Contra-Argumentarium zu einem aktuellen Abstimmungsthema. Mehr Vertrauen durch mehr Mitwirkung – wäre das ein Weg für dich?
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«Statt reiner Zufallsauswahl wäre eine bewusst vielfältig zusammengesetzte Gruppe sinnvoll – nach politischer Haltung, Geschlecht, Herkunft, Alter usw.»
«Cool! Ich glaube, das würde vielen Menschen Berührungsägnste zu Politik nehmen, um politisch aktiv zu werden.»
«Der Bund informiert bereits gut, etwa mit Videos – Ähnliches wäre auch auf kantonaler Ebene wünschenswert. Ein Panel Citoyen könnte Regierungen ausbalancieren, birgt aber das Risiko populistischer Argumente. Aktuell ist es schwierig, diskriminierende Stimmen zu zensieren – die Frage ist, ob man ihnen weitere Plattformen bieten sollte.»
«Ich wünsche mir ein Argumentarium näher am Alltag, frei von politischer Agenda. Aber wie erkenne ich, ob Argumente nicht nur persönliche Befindlichkeiten spiegeln?»
«Ich würde einem solchen Argumentarium glaube ich nur Vertrauen, wenn ich weiss, dass dieses von neutraler/wissenschaftlicher Seite geprüft wurde und alle Sachverhalte wirklich objektiv dargestellt werden.»
«Ich bevorzuge die Instrumente aus Modul 3 (Anm.: Partizipation), weil sie mehr Teilhabe am politischen Geschehen garantieren.»
Bei Citizen Assemblies übernehmen Bürger:innen das Wort. Denn wer mitredet, stärkt die Demokratie. Eine Einladung an alle, Verantwortung zu übernehmen. Wärst du dabei?
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«Ja, bin gerne dabei. Immer und überall. Wir werden die Demokratie verteidigen.»
«Es sollen alle zur Wahl, die wollen, egal wie alt und wer es ist.»
«Wer würde Zeit & Energie in ein so aufwändiges Vorhaben investieren? Wirkt nach einem aufwändigen Vorhaben, das vlt. nicht so realisierbar ist.»
«Direkte, konkrete Lösungsvorschläge aus einer Bürger:innen-Versammlung klingen sehr motivierend und können das Gefühl vermitteln, aktiv etwas beizutragen. Da würde ich sofort teilnehmen.»
«Ich fände es spannend, einmal an so einer Versammlung teilzunehmen. Sich einfach die Zeit dafür zu nehmen können aber nicht alle. Vielleicht könnte man dafür von der Arbeit befreit oder finanziell entschädigt werden.»
«Es ist ein gutes Mittel, um dem Gefühl von Machtlosigkeit entgegenzuwirken. Politik lebt davon, dass viele mitmachen.»
Beim Liquid Feedback Projekt wollen wir mit Daten-auswertungen politische Stimmungsveränderungen sichtbar machen. Für eine bewegliche Demokratie.
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«Demokratie, Kommunismus, Kapitalismus und alles weitere sind Ideen, die verstanden werden müssen. Was ist der Sinn der Menschheit? Wenn wir das wissen, können wir eine Lösung finden.»
«Wir müssen Demokratie zusammen pflegen und zusammen resistieren.»
«Die Demokratie in der jetzigen Form hat sich überholt.»
«Die Demokratie endet dann, wenn nur das Volk profitiert und nicht die Reichen.»
«Wow, das kommt wie gerufen. Gestern hatte ich eine Diskussion über die Wehrplficht - ich finde aber für mich keine klare Position. ChatGPT rät weiterzudiskutieren - aber wo sind die Räume dafür?»
«Demokratie & Stimmung dürfen sich verändern und fliessen. Ich wünsche mir, dass Menschen wieder kritischer denken und sich weniger Rechtsbewegungen anschliessen.»
«Statt immer direkterer Rückkopplung braucht Demokratie auch Rückzugsphasen – Räume für sachliche Diskussion und Kompromisse ohne permanente Publikumsreaktion. Feedback sollte davor und danach stattfinden.»
«Klingt nach einem Tool für soziologische Forschung. Sehr spannend :) »
«Aus wissenschaftlicher Sicht bestimmt interessant, ansonsten weiss ich aber nicht, ob sich für viele etwas ändern würde, wenn sie von den ausgewerteten Daten erfahren.»
«Ich finde den Namen gekünstelt. Und ich finde, man sollte sich auf die Instrumente konzentrieren, die sich beim ersten Test als wirksam erwiesen haben.»
«Demokratie ist, wenn meine Partei gewinnt. So ist es leider, aber so sollte es nicht sein.»
«Wir leben in einer unbekannten Welt. Alles verändert sich, auch das, was wir für fix hielten. Das ist beängstigend und ungemütlich, aber menschlich.»
Smartask eröffnet den Demokratie-Dialog auf Augenhöhe und bringt deine Fragen direkt zu den Politiker:innen. Wie klingt Beteiligung, wenn dir wirklich zugehört wird?
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«Wäre das wirklich wirksam? Entscheide werden im Vorfeld getroffen. Was braucht es stattdessen, damit unsere Stimmen wirksam werden?»
«Was, wenn Sprechen der radikalste Akt demokratischer Erneuerung wäre? Wieso also nicht miteinander sprechen?»
«Freie Meinungsäusserung wird immer unmöglicher, dennoch sollte man aufstehen und seine Meinung sagen.»
«Zuhören ist oft eher guter Vorsatz. Dialog braucht Empathie und echte Kommunikation, nicht das Verteidigen einer einzig wahren Meinung.»
«Wenn Smartask vor allem von internetaffinen Bürger:innen genutzt wird, besteht dann nicht die Gefahr einer verzerrten Meinungsrepräsentation?»
«Ist Smartask nicht wie eine Mail an Abgeordnete? Es könnte aber generell zur aktiveren Beteiligung motivieren.»
«Super, wenn das Projekt von einem Moderationsteam begleitet wird, tolle Idee.»
«Eine Online-Plattform erscheint mit ein gutes Mittel, um Hürden abzubauen, um mit Politiker:innen ins Gespräch zu kommen. So könnten ‘Laien’ politische Prozesse oder Hürden vielleicht leichter nachvollziehen. Allerdings frage ich mich, wie viele der Online besprochenen Themen am Ende dann wirklich im Parlament etc. behandelt werden würden.»
«Ein gutes Mittel, um Transparenz und Verantwortung zu ermöglichen.»
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